Aktuelle Zeit: Mo 5. Dez 2016, 19:39

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde





Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 42 Beiträge ] Gehe zu Seite  Vorherige  1, 2, 3, 4, 5  Nächste

Was haltet ihr von Abtreibung nach Früherkennung einer Behinderung?
Umfrage endete Fr 1. Jun 2012, 14:18
Ich bin dafür, ich möchte kein behindertes Kind 61% 61% [ 33 ]
Ich bin dagegen, auch Behinderte haben ein Recht auf Leben 22% 22% [ 12 ]
Ich weiß nicht, wie ich mich entscheiden würde 15% 15% [ 8 ]
Darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht 2% 2% [ 1 ]
Abstimmungen insgesamt : 54
AbonnentenAbonnenten: 0
LesezeichenLesezeichen: 0
Zugriffe: 1587

AutorNachricht
 Betreff des Beitrags: Re: Recht auf Leben für Behinderte ?
#31Ungelesener BeitragVerfasst: Mo 23. Apr 2012, 19:36 
Benutzeravatar

Highscores: 3
vader hat geschrieben:
Angua hat geschrieben:


Sorry, ich diskutiere doch nicht auf Basis einer gruseligen Dystopie, sondern auf Basis dessen, was aktuell gilt.



wenn man die letzten jahre verfolgt, geht gerade die wissenschaft einen weg, der bis vor 10 jahren als utopisch angesehen war...........

es dreht sich immer um das liebe geld, und wenn man geldausgaben ausschliessen kann, ist gerade die politik immer gerne bereit, alle erdenklichen möglichkeiten auszuschöpfen..., und was interessieren da ethik und moral?......... keine sau.....



Zeige mir eine politische Bestrebung einer maßgeblichen Partei in Deutschland, die dahingeht, Behinderte auszugrenzen oder gar zu „entsorgen“, wie Du es so schön formulierst. Es würde mich gewaltig wundern, wenn Du da was fändest. Die Tendenz geht in die genau entgegengesetzte Richtung, zur Integration Behinderter.

Weder die Politik als solche noch der Gesetzgeber oder auch nur eine Krankenkasse zwingen die Eltern eines als behindert erkannten Fötus', diesen abzutreiben. Sie lassen den Eltern die Wahl.

Kannst Du Deine Behauptung, ein Teil der Gesellschaft wolle dieses Entscheidungsrecht der Eltern in Frage stellen, und zwar in Richtung „Zwang zur Abtreibung“, irgendwie belegen? Welcher Teil der Gesellschaft will das? Wie groß ist dieser Teil (wenn es ihn gibt), und wieviel Macht hat er, eine Abtreibung tatsächlich verpflichtend zu machen? Das ist, wenn überhaupt jemand ernsthaft bis zu einer solchen Forderung gehen würde, eine kleine Minderheit ohne Macht, solche Ideen durchzusetzen.

Dagegen gibt es tatsächlich eine „Macht“, die dahin arbeitet, den Eltern das Entscheidungsrecht zu nehmen und die Abtreibung zu verbieten, egal aus welchem Grund. Das sind hauptsächlich die Kirchen, insbesondere die katholische Kirche.

Wenn also überhaupt die Verantwortung, das Entscheidungsrecht der Eltern in Frage gestellt wird, dann eher von Abtreibungsgegnern.


Und zu den von Contergan betroffenen Menschen: Mit wievielen von ihnen hast Du gesprochen, daß Du eine Aussage über die Meinung aller Betroffenen treffen kannst? Ich erinnere mich, daß in der PID-Diskussion gesagt wurde, daß ein Contergan-Geschädigter absolut für diese Möglichkeit der Früherkennung sei. Der fühlte sich deswegen nicht abgelehnt und ausgegrenzt.

Ich glaube, daß die meisten behinderten Menschen durchaus in der Lage sind, zwischen sich selbst und der Möglichkeit, einen behinderten Fötus abzutreiben, zu unterscheiden.

Ich bin als uneheliches Kind auch zu einer Zeit zur Welt gekommen, als noch viele Mütter in dieser Lage die Abtreibung wählten. Deshalb schaudert es mich nicht, wenn eine Schwangere sich heute für den Abbruch entscheidet. Und es wäre für mich aus heutiger Sicht absolut verständlich gewesen, wenn meine Mutter sich anders entschieden hätte. Dann wäre ich halt nicht hier, na und? Dafür wäre es vielleicht meiner Mutter besser gegangen.


Nach oben
  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Recht auf Leben für Behinderte ?
#32Ungelesener BeitragVerfasst: Di 24. Apr 2012, 22:06 
Benutzeravatar

Highscores: 3
Angua hat geschrieben:
vader hat geschrieben:
Angua hat geschrieben:


Sorry, ich diskutiere doch nicht auf Basis einer gruseligen Dystopie, sondern auf Basis dessen, was aktuell gilt.



wenn man die letzten jahre verfolgt, geht gerade die wissenschaft einen weg, der bis vor 10 jahren als utopisch angesehen war...........

es dreht sich immer um das liebe geld, und wenn man geldausgaben ausschliessen kann, ist gerade die politik immer gerne bereit, alle erdenklichen möglichkeiten auszuschöpfen..., und was interessieren da ethik und moral?......... keine sau.....



Zeige mir eine politische Bestrebung einer maßgeblichen Partei in Deutschland, die dahingeht, Behinderte auszugrenzen oder gar zu „entsorgen“, wie Du es so schön formulierst. Es würde mich gewaltig wundern, wenn Du da was fändest. Die Tendenz geht in die genau entgegengesetzte Richtung, zur Integration Behinderter.

Weder die Politik als solche noch der Gesetzgeber oder auch nur eine Krankenkasse zwingen die Eltern eines als behindert erkannten Fötus', diesen abzutreiben. Sie lassen den Eltern die Wahl.

Kannst Du Deine Behauptung, ein Teil der Gesellschaft wolle dieses Entscheidungsrecht der Eltern in Frage stellen, und zwar in Richtung „Zwang zur Abtreibung“, irgendwie belegen? Welcher Teil der Gesellschaft will das? Wie groß ist dieser Teil (wenn es ihn gibt), und wieviel Macht hat er, eine Abtreibung tatsächlich verpflichtend zu machen? Das ist, wenn überhaupt jemand ernsthaft bis zu einer solchen Forderung gehen würde, eine kleine Minderheit ohne Macht, solche Ideen durchzusetzen.

Dagegen gibt es tatsächlich eine „Macht“, die dahin arbeitet, den Eltern das Entscheidungsrecht zu nehmen und die Abtreibung zu verbieten, egal aus welchem Grund. Das sind hauptsächlich die Kirchen, insbesondere die katholische Kirche.

Wenn also überhaupt die Verantwortung, das Entscheidungsrecht der Eltern in Frage gestellt wird, dann eher von Abtreibungsgegnern.


Und zu den von Contergan betroffenen Menschen: Mit wievielen von ihnen hast Du gesprochen, daß Du eine Aussage über die Meinung aller Betroffenen treffen kannst? Ich erinnere mich, daß in der PID-Diskussion gesagt wurde, daß ein Contergan-Geschädigter absolut für diese Möglichkeit der Früherkennung sei. Der fühlte sich deswegen nicht abgelehnt und ausgegrenzt.

Ich glaube, daß die meisten behinderten Menschen durchaus in der Lage sind, zwischen sich selbst und der Möglichkeit, einen behinderten Fötus abzutreiben, zu unterscheiden.

Ich bin als uneheliches Kind auch zu einer Zeit zur Welt gekommen, als noch viele Mütter in dieser Lage die Abtreibung wählten. Deshalb schaudert es mich nicht, wenn eine Schwangere sich heute für den Abbruch entscheidet. Und es wäre für mich aus heutiger Sicht absolut verständlich gewesen, wenn meine Mutter sich anders entschieden hätte. Dann wäre ich halt nicht hier, na und? Dafür wäre es vielleicht meiner Mutter besser gegangen.


Ein uneheliches Kind zu sein, ist ja nun nicht vergleichbar mit behindert zur Welt zu kommen (auch wenn das in kath. Gegenden auf dem Land mitunter ein schweres Schicksal sein konnte). Und diese Mütter aus der Generation deiner Mutter mußten oft genug noch zu einer "Engelmacherin" gehen, weil sonst nur das Ausland in Frage kam. Eine Abtreibung war strafbar.
Ich finde Vader hat da nicht unrecht.
Natürlich will keine Partei auf seine Fahnen geschrieben sehen: "Wir sind gegen Behinderte". Aber mal ehrlich, was wird denn für die Behinderten getan ... außer große Reden geschwungen?
Eindeutig zu wenig.
Das wird gefaselt von "Inklusion" und "niemand darf wegen ... oder einer Behinderung benachteiligt werden .. brabbel, brabbel" aber das führt zu keinem Ergebnis. Auch jetzt noch braucht die Bahn nicht dafür Sorge tragen, dass auch Rollstuhlfahrer jederzeit Bahn fahren können, wie gesunde Menschen. Noch immer gibt es jede Menge öffentliche Gebäude ohne behindertengerechte Ausstattung, Behindertentoiletten werden als Abstellräume benutzt (wenn überhaupt welche da sind). Auch jetzt noch ist freie Schulwahl für behinderte Kinder größtenteils Illusion.
Es kümmert einfach keinen und wird nicht zwingend festgeschrieben.
Bei unserer Post hat es von der Idee für einen behindertengerechten Aufgang über 20 Jahre :schock: bis zur Umsetzung gedauert.
Ein toller Erfolg :raugen1: Honoriert mit einem Photo vom Bürgermeister bei der Einweihung in der Zeitung.


Nach oben
  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Recht auf Leben für Behinderte ?
#33Ungelesener BeitragVerfasst: Di 24. Apr 2012, 22:29 
Benutzeravatar

Highscores: 3
Natürlich sind uneheliche Kinder keine Behinderten. Aber wenn jemand argumentiert: "Wie fühlen sich wohl Contergan-Geschädigte, wenn man ihnen sagt, daß sie gar nicht auf der Welt wären, wenn es damals eine entsprechende Früherkennung gegeben hätte? (Womit unterstellt wird, daß sich alle Eltern dieser Kinder für die Abtreibung entschieden hätten - was ich nicht glaube.)", dann kann man genauso gut fragen: "Wie fühlen sich wohl uneheliche Kinder, wenn man ihnen sagt, daß sie auch hätten abgetrieben werden können wie andere uneheliche Kinder?".

Eine Antwort auf diese Frage wird man nicht erhalten, ohne eine repräsentative Umfrage bei den Betroffenen zu machen, was uns wohl eher nicht möglich ist. Somit ist es in meinen Augen eine Suggestiv-Frage, kein Argument. Einfach anzunehmen, die Betroffenen wären selbstverständlich gegen Früherkennungsmöglichkeiten, ist unzulässig.

Hier der Link auf die Aussage über einen Betroffenen, der zumindest zur PID eine andere Einstellung hat als die Frage "Wie muß sich ein Behinderter fühlen, wenn er hört, daß er es gar nicht erst in die Gebärmutter geschafft hätte, hätte es damals die PID schon gegeben" suggeriert: post122980.html?hilit=Contergan#p122980



Es ist absolut richtig, daß die Bemühungen zur Integration und für "Barrierefreiheit" noch lange nicht ausreichend sind.

Aber die Horrorszenarien, die vader an die Wand malt, daß man bald auch Behinderte "entsorgen" würde, wenn man für Früherkennungsuntersuchungen und die Möglichkeit der Abtreibung eines behinderten Fötus ist, sind dennoch absolut unrealistisch.

Ebenso die Dystopie, solche Untersuchungen würden verpflichtend und bei erkannten Behinderungen des Fötus würde auch die Abtreibung verpflichtend. Das ist absoluter Unsinn.

Wenn jemand versucht, das Entscheidungsrecht der Eltern zu beschneiden, dann sind es Abtreibungsgegner, auch wenn vader (den ich sehr schätze) da anderes andeutet (ohne auch nur einen Beleg zu bringen).


Nach oben
  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Recht auf Leben für Behinderte ?
#34Ungelesener BeitragVerfasst: Mi 25. Apr 2012, 10:02 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 01.2010
Beiträge: 1994
Barvermögen: 2.055,35 Realis

Bank: 13,00 Realis
Danke gegeben: 5
Danke bekommen: 750x in 592 Posts
Geschlecht: nicht angegeben
Highscores: 1
angua, es ist eine einschätzung aufgrund der berichterstattung, die immer mal wieder erkenntnisse aus dem bereich der medizinischen forschung kommt, und das zusammenzählen von 1+1..., von fakten......

und ich bin ein freund der gedankenspielerei und liege meistens gar nicht so falsch, was die entwicklung betrifft.......

vor jahren war mal von der sogenannten ethik-kommission der hinweis gekommen, dass die politik möglichkeiten andenkt, um das PROBLEM der behinderungen zu minimieren...., damals war noch ein carl-friedrich von weizsäcker in diesem gremium...., der als physiker und als eine moralische instanz davor gewarnt hatte......

interessant ist doch.. (gehirn rattatata..), dass unsummen an forschungmittel bereit gestellt werden, um z. b. jetzt eine früherkennung zu ermöglichen, aber für andere krankheiten, die viel schlimmer sind, kein geld für die erforschung bereitgestellt wird, weil man an den mitteln nichts verdienen kann.......

ich bin da eher sehr kritisch, auch was die veröffentlichung von partei-programmen in dieser hinsicht betrifft, da liest und hört man kaum etwas, und bei kritischen nachfragen von öffentlich-rechtlichen korrespondenten für bestimmte magazinsendungen, wird entweder keine antwort gegeben, oder abgewiesen......

das ist wie: liebe seele, hab deine ruh, du weisst von nichts und brauchst dir keine gedanken machen.....

....und wie ich sie mir mache.......

natürlich wird für die behinderten etwas getan, aber keiner will sie wirklich haben, sonst würden firmen nicht die möglichkeit haben, eine art ablass zu bezahlen, damit keine behinderten eingestellt werden müssen......, und davon machen sogar behörden gebrauch......

alleine schon die diskussion, die geführt wird, erscheint mir als fragwürdig....., denn das recht auf leben erscheint mir persönlich als das höchste gut und nach der wissenschaftlichen definition beginnt das leben mit der zellteilung.......

wenn ich da an die sogenannten sternenkinder denke, wird mir erst recht schlecht......

ich denke da an das urteil des europäischen gerichtshofes, der eine forschung an embryonen unterbunden hatte....., warum?.......

weil es LEBEN ist..... und da passt die diskussion wirklich, der erhalt von leben....

und was die contergan-geschädigten betrifft, das hat doch wirklich nichts mit unehelich zu tun, das ist schliesslich keine behinderung aus medizinischer sicht....., das ist ein gesellschaftspolitisches problem gewesen und wurde hoffentlich gelöst, zumindest in diesem kulturkreis......


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Recht auf Leben für Behinderte ?
#35Ungelesener BeitragVerfasst: Mi 25. Apr 2012, 18:22 
Benutzeravatar

Highscores: 3
Bzgl. der Contergan-Kinder habe ich lediglich eine Analogie gebracht.

Tja, dann stell' Dir weiter vor, daß demnächst Behinderte "entsorgt" würden, nur weil Eltern durch die Früherkennung (oder bei künstlicher Befruchtung durch die PID) die Möglichkeit haben zu entscheiden, einen behinderten Fötus nicht zu bekommen. Ich halte das für absoluten Quatsch und glaube nicht, daß es je soweit kommen wird.

Ich halte nach wie vor auch Deine Behauptung für absurd, es gäbe Tendenzen, das Entscheidungsrecht der Eltern zu beschneiden dahingehend, daß sie verpflichtet würden, eine Abtreibung vorzunehmen, wenn eine Behinderung erkannt sei. Gäbe es diese Tendenzen tatsächlich, so müßte man selbstverständlich dagegen protestieren. Gehst Du mit auf die Straße für die Forderung, daß allein die Eltern das Recht haben, sich frei für oder gegen eine Abtreibung zu entscheiden?


Nach wie vor ist es allerdings so, daß Abtreibungsgegner - zumeist aus religiösen Gründen - das Entscheidungsrecht der Eltern in der anderen Richtung beschneiden wollen. Und das halte ich für vermessen und für eine sträfliche Einmischung in das Entscheidungsrecht der Eltern, die niemandem zusteht.


So, das soll's von mir gewesen sein.


Nach oben
  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Recht auf Leben für Behinderte ?
#36Ungelesener BeitragVerfasst: Mi 25. Apr 2012, 18:44 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 09.2009
Beiträge: 14755
Barvermögen: 17.363,00 Realis

Bank: 215.373,51 Realis
Danke gegeben: 82
Danke bekommen: 4626x in 3851 Posts
Geschlecht: männlich
Highscores: 13
Stand 2010


Bild
Bild


Nach oben
 Profil Besuche Website Persönliches Album  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Recht auf Leben für Behinderte ?
#37Ungelesener BeitragVerfasst: Do 26. Apr 2012, 13:59 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 01.2010
Beiträge: 1994
Barvermögen: 2.055,35 Realis

Bank: 13,00 Realis
Danke gegeben: 5
Danke bekommen: 750x in 592 Posts
Geschlecht: nicht angegeben
Highscores: 1
angua, selbstverständlich haben eltern das recht, über leben oder tod ihres ungeborenen zu entscheiden, ich spreche niemanden das recht ab, obwohl ich der meinung bin, dass töten töten ist, ob geboren oder ungeboren......

und ja, so ist es gemeint mit den tendenzen, dass eltern dieses recht zumindest teilweise beschnitten werden soll durch die einflussnahme der pharmaindustrie, und nicht nur von denen..., von allen, die nur gesunde menschen als gesundes humankapital akzeptieren......., und somit, last not least, der politik und deren vertreter...., auch wenn man sich hinsichtlich dieses themas nie klar ausdrücken würde.....

aber eines sollte dir doch zu denken geben: die regierung hatte die möglichkeit, diesem wissenschaftler, der an der stammzellenforschung von nichtgeborenen gearbeitet hatte, diese forschung zu untersagen, eine gesetzliche regelung zu schaffen, weil es ethisch nicht vertretbar ist, an ungeborenen zu erforschen.......

nein, die regierung hatte die eurozeichen in den augen gehabt, weil damit viel geld für die pharmaindustrie zu erwarten war....., der europäische gerichtshof hatte dagegen entschieden, warum wohl?...., bestimmt nicht aus religiösen gründen, wohl eher, weil es ethisch und moralisch nicht zu vertreten ist?........

auch eine NICHTstellungnahme ist eine stellungnahme.....

_________________
heute gehöre ich zu den leuten, vor denen meine mutter mich immer gewarnt hatte..................

http://www.myspace.com/vadersorchestra

https://www.youtube.com/user/VadersOrchestra/videos?sort=dd&view=0&shelf_id=0

https://soundcloud.com/vaders-orchestra

http://fandalism.com/vadersorchestra


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Recht auf Leben für Behinderte ?
#38Ungelesener BeitragVerfasst: Do 26. Apr 2012, 18:58 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 09.2009
Beiträge: 14755
Barvermögen: 17.363,00 Realis

Bank: 215.373,51 Realis
Danke gegeben: 82
Danke bekommen: 4626x in 3851 Posts
Geschlecht: männlich
Highscores: 13
Zitat:
Gehst Du mit auf die Straße für die Forderung, daß allein die Eltern das Recht haben, sich frei für oder gegen eine Abtreibung zu entscheiden?


Warum sollte man das, es ist doch schon so, wie es die Statistiken beweisen.

Gerade mal 3% der Schwangeren machen einen Abbruch nach "Medizinischer Indikation"
97 % demnach nach der "Beratungsreglung". Und dabei diesen Abbbrüchen geht es nicht um ein behindertes Kind. Erstaunlich dabei ist, dass mehr als 50% der Frauen ledig sind.

Mir pers. ist diese Entwicklung nicht ganz geheuer. Mit religiösen Gründen hat das nun mal gar nichts zu tun, sondern alleine mit der menschlichen Verantworung des Lebens.

Ich bin auch der Meinung dass enstehendes Leben, nicht alleine der Verantwortung der Eltern überlassen werden darf. Der Staat greift in soviele Dinge des täglichen Lebens ein, die viel banaler sind, warum sollte er sich gerade hier heraushalten, wo es auch um solche gewaltigen Entscheidungen geht. Richtig, dies ist auch moralisch zu bewerten. Schlußendlich haben wir die Todesstrafe abgeschafft weil sie unmenschlich ist.


Nach oben
 Profil Besuche Website Persönliches Album  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Recht auf Leben für Behinderte ?
#39Ungelesener BeitragVerfasst: So 29. Apr 2012, 11:58 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 09.2009
Beiträge: 14755
Barvermögen: 17.363,00 Realis

Bank: 215.373,51 Realis
Danke gegeben: 82
Danke bekommen: 4626x in 3851 Posts
Geschlecht: männlich
Highscores: 13
Angua hat geschrieben:
Tja, dann stell' Dir weiter vor, daß demnächst Behinderte "entsorgt" würden, nur weil Eltern durch die Früherkennung (oder bei künstlicher Befruchtung durch die PID) die Möglichkeit haben zu entscheiden, einen behinderten Fötus nicht zu bekommen. Ich halte das für absoluten Quatsch und glaube nicht, daß es je soweit kommen wird.

Ich halte nach wie vor auch Deine Behauptung für absurd, es gäbe Tendenzen, das Entscheidungsrecht der Eltern zu beschneiden dahingehend, daß sie verpflichtet würden, eine Abtreibung vorzunehmen, wenn eine Behinderung erkannt sei. Gäbe es diese Tendenzen tatsächlich, so müßte man selbstverständlich dagegen protestieren. .....


Zitat:
Legaler Kindsmord Forscher rechtfertigen Tötung Neugeborener

Freitag, 02.03.2012, 12:32 · von FOCUS-Online-Redakteurin Anna Vonhoff

Neugeborene hätten noch kein Recht zu leben, sagen die Forscher
Eltern soll es erlaubt werden, ihr Baby umbringen zu lassen – dafür plädieren zwei Wissenschaftler. Ihre Begründung: Kindsmord sei auch nichts anderes als eine Abtreibung.
Babys seien noch keine „wirklichen Personen“, sondern nur „mögliche Personen“, argumentieren Alberto Giubilini und Francesca Minerva im Fachmagazin „Journal of Medical Ethics“. Mütter und Väter sollen deshalb das Recht haben, ihren wenige Tage alten Säugling töten zu lassen, finden die Forscher.

Mit ihren Thesen lösen die Wissenschaftler weltweit große Empörung aus. „Folgen wir dieser Argumentation, dann ist es uns in Zukunft auch egal, wenn eine Mutter ihr Kind mit eine Decke erstickt“, sagt Trevor Stammers, Direktor am St. Mary´s University College in London.
...


Weiter lesen auf FOCUS Online: http://www.focus.de/gesundheit/baby/geb ... 19736.html


Nach oben
 Profil Besuche Website Persönliches Album  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Recht auf Leben für Behinderte ?
#40Ungelesener BeitragVerfasst: So 29. Apr 2012, 13:27 
Benutzeravatar

Highscores: 3
vader hat geschrieben:
angua, selbstverständlich haben eltern das recht, über leben oder tod ihres ungeborenen zu entscheiden, ich spreche niemanden das recht ab, obwohl ich der meinung bin, dass töten töten ist, ob geboren oder ungeboren......

und ja, so ist es gemeint mit den tendenzen, dass eltern dieses recht zumindest teilweise beschnitten werden soll durch die einflussnahme der pharmaindustrie, und nicht nur von denen..., von allen, die nur gesunde menschen als gesundes humankapital akzeptieren......., und somit, last not least, der politik und deren vertreter...., auch wenn man sich hinsichtlich dieses themas nie klar ausdrücken würde.....

aber eines sollte dir doch zu denken geben: die regierung hatte die möglichkeit, diesem wissenschaftler, der an der stammzellenforschung von nichtgeborenen gearbeitet hatte, diese forschung zu untersagen, eine gesetzliche regelung zu schaffen, weil es ethisch nicht vertretbar ist, an ungeborenen zu erforschen.......

nein, die regierung hatte die eurozeichen in den augen gehabt, weil damit viel geld für die pharmaindustrie zu erwarten war....., der europäische gerichtshof hatte dagegen entschieden, warum wohl?...., bestimmt nicht aus religiösen gründen, wohl eher, weil es ethisch und moralisch nicht zu vertreten ist?........

auch eine NICHTstellungnahme ist eine stellungnahme.....



Die Pharma-Industrie will also die Abtreibung behinderter Kinder, weil sie nur gesunde Menschen will?

Logisch. Die verdienen ja auch gar nichts an den Medikamenten, mit denen behinderte Kinder vollgestopft werden.



Ich bin bei der Stammzellenforschung übrigens anderer Meinung. Ich sehe darin eine Möglichkeit, Heilungschanchen für Millionen kranker Menschen zu entwickeln, die z. B. an Parkinson oder Alzheimer leiden. Ich halte es für nicht unbedingt für ethisch, diese Forschung zu verbieten.



Zitat:
In einem grundlegenden Urteil hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) über die Verwendung menschlicher embryonaler Stammzellen entschieden. Demnach dürfen die Stammzellen nicht patentiert werden. Wenn für die Gewinnung Embryonen zerstört werden, verstoße dies gegen den Schutz der Menschenwürde, entschieden die Richter. Das Urteil beschränkt damit die Verwendung dieser Zellen für die Forschung.


Quelle


Menschenwürde - das setzt voraus, daß man einen abgetriebenen Embryo schon als „Mensch“ betrachtet. Und da kommt dann die philosophische Frage: „Wann beginnt der Mensch?“ zum Tragen. Ich sehe in einem abgetriebenen Embryo nicht unbedingt schon einen Menschen.

Und: verstößt es nicht auch gegen die Menschenwürde, Schwerstkranken die Hoffnung auf eine Heilungsmöglichkeit zu nehmen?

Um mal Deinen Argumentationsstil aufzugreifen:

Was würden wohl Parkinson-Erkrankte sagen, wenn sie hören, daß man aus ethischen Gründen eine Forschung verbietet, die ihnen helfen könnte? Was sagt wohl ein Querschnittsgelähmter, der darauf hofft, mithilfe von Stammzellen zerstörtes Nervengewebe regenerieren zu können?



Aber es gab zu allen Zeiten Probleme zwischen den jeweils geltenden „ethischen Moralvorstellungen“ und der medizinischen Forschung. Im Mittelalter stahlen Mediziner Leichen (oder kauften sie dem Henker ab), um anatomische Forschungen zu betreiben. Diese Forschungen halfen ihnen, den menschlichen Körper zu verstehen und Krankheiten zu heilen, Knochenbrüche zu richten usw.

Noch heute lernen Medizinstudenten an den Körpern Toter. Verstößt das nicht auch gegen die Menschenwürde? Wollen wir also künftig auf die Ausbildung unserer Mediziner verzichten und mit den medizinischen Möglichkeiten zurück ins Mittelalter?


Nach oben
  
 
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 42 Beiträge ] Gehe zu Seite  Vorherige  1, 2, 3, 4, 5  Nächste

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast


Besucher kamen durch folgende Suchbegriffe auf diese Seite:

plazenta vorm muttermund

scheide größer machen das ob passt

schein abbruch Schwangerschaft

wie geht eine abtreibung ab wann entsteht plazenta abtreibung 4-5 woche zellklumpen gedicht für ungeborenes baby wie kann bluterguss entstehen in der fruchtblase abtreibungspille kaufen content

Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Gehe zu:  
cron

Pagerank verbessern und steigern. Homepage bekannt machen und mehr Besucher!

© phpBB® Forum Software phpBB3 Forum von phpBB8.de
» Kontakt & Rechtliches Support / Hilfe Forum Gooof Webdesign Kostenloses Forum Dein Forumo Forum web tracker