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Soll die Sterbehilfe erlaubt sein, wenn alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft wurden.
Umfrage endete Sa 18. Aug 2012, 21:55
Ja 81% 81% [ 35 ]
Nein 19% 19% [ 8 ]
Dazu habe ich keine Meinung 0% 0% [ 0 ]
Abstimmungen insgesamt : 43
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 Betreff des Beitrags: Sterbehilfe
#1Ungelesener BeitragVerfasst: Do 19. Jul 2012, 21:55 
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Zitat:
Pro und Contra
Hat ein Mensch das Recht auf Sterbehilfe?

Ob man schwer kranken Menschen Sterbehilfe leisten darf, ist hoch umstritten. tagesschau.de hat zwei Experten gefragt: Ethikrat-Mitglied Schmidt-Jortzig meint, der Staat müsse das Recht auf Leben schützen. Der Mediziner de Ridder plädiert für Sterbehilfe, wenn alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft wurden.

Quelle: weiter lesen



Code:
Pro Sterbehilfe
"Palliativmedizin stößt an Grenzen"

Schwer Kranken, die selbst aus dem Leben scheiden möchten, muss geholfen werden, sagt der Mediziner Michael de Ridder. Allerdings in erster Linie durch Palliativmedizin oder die Versorgung in Hospizen. Erst danach könnte ein ärztlich assistierter Suizid ein allerletzter Ausweg sein.

Menschliches Leiden, zumal im Zustand aussichtsloser Erkrankung oder schwerster Versehrtheit, kann ein unerträgliches Ausmaß annehmen und in eine Suizidabsicht münden. Von der Suizidalität primär psychisch Kranker muss sie klar unterschieden werden.


Zitat:
Contra Sterbehilfe
"Staat hat Schutzpflicht für das Leben - nicht dagegen"

Ein Mensch müsse selbst entscheiden können, wie er sein Leben lebt und wie er es zu Ende bringen möchte, meint der frühere Bundesjustizminister Edzard Schmidt-Jortzig. "Doch ein Anspruch auf Hilfe bei der Selbsttötung ist unannehmbar." Legalisiert werden dürfe so etwas unter keinen Umständen.

Dass der Mensch über sein Leben - wie er es anlegt, führt und vielleicht auch zu Ende bringen möchte - grundsätzlich selber entscheiden können muss, ist heute allgemeine Auffassung. Es ergibt sich aus dem Selbstbestimmungsrecht, das jedem zusteht, unabhängig von den konkreten persönlichen Umständen. Allein eben weil er Mensch ist, einen Anspruch auf Würde hat und frei von Bevormundung sein darf. Natürlich kann der Einzelne für sich festlegen, dass es ihm nicht zustehe, seinem Leben selber ein Ende zu setzen. Aber das ist dann die ureigene - aus philosophischer, weltanschaulicher oder religiöser Überzeugung geborene - Entscheidung. Von außen vorgegeben werden kann dem Menschen das nicht.

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 Betreff des Beitrags: Re: Sterbehilfe
#2Ungelesener BeitragVerfasst: Sa 21. Jul 2012, 12:06 
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Als mein Vater im Sterben lag, hatten wir genau 2 Optionen. Entweder an die Herz-Lungen-Machine(da hätte er dann weitergelebt, aber wie?), oder ihm beim Sterben zu helfen(mit einer Injektion sein Leiden lindern und ihn gehen lassen). Wir entschieden uns gemeinsam mit dem Arzt für Letzteres.
Mein Vater war 86 Jahre alt, und seit seinem 52. Geburtstag durch einen schweren Schlaganfall 100 % körperbehindert. Er war also 34 Jahre lang, Tag und Nacht auf Hilfe angewiesen. Er selbst wollte nicht an diese Maschine. Das hatte er vor längerer Zeit durch eine Vorsorgevollmacht geregelt.
Was wäre es für ein Leben für ihn gewesen, wenn er daran angeschlossen geworden wäre(gegen seinen Willen)? Wenn wir nicht zufällig an diesen Arzt geraten wären, der uns sehr geholfen hat? Für mich war das aktive Sterbehilfe und ich bin stolz darauf, dass wir unseren Vater so haben gehen lassen, so wie er es wollte.

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 Betreff des Beitrags: Re: Die Würde des Menschen.
#3Ungelesener BeitragVerfasst: Mi 22. Aug 2012, 17:03 
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Zitat:
ocked-In-Syndrom-Patient gestorben Der Mann, der nicht sterben durfte, ist tot

Ein britisches Gericht verweigerte Tony Nicklinsons die Sterbehilfe. Heute Morgen ist er in seinem Haus in England gestorben. Der Brite hatte eine Woche lang nichts mehr gegessen. Von Cornelia Fuchs


Zitat:

"Goodbye, Welt. Die Zeit ist gekommen, ich hatte auch Spaß", war der letzte Satz, den Tony Nicklinson seiner Familie diktierte. Mühsam musste er jeden einzelnen Buchstaben mit einem Augenblinzeln am Computer heraussuchen. Aus dem offenen Mund lief ihm dabei die Spucke über das Gesicht, wie jede Minute jedes Tages. Das war das Leben von Nicklinson seit einem Schlaganfall vor sieben Jahren. Ein Leben, das er nicht mehr wollte.

Irgendwann im Laufe des Mittwochmorgens starb Tony Nicklinson in seiner Wohnung in Wiltshire, die er sein Gefängnis genannt hat. Der einst großgewachsene, aktive Mann mit schnellem Mundwerk war in seinem Rollstuhl geschrumpft zu einem Ausgezehrten, 24 Stunden lang angewiesen auf die Hilfe seiner Frau Jane, der Töchter Lauren und Beth und einer Armee von Pflegern. Gelähmt vom Hals abwärts konnte er weder sprechen noch essen noch sich bewegen. Sein einziger Kontakt zur Außenwelt war sein Blinzeln.

Quelle: Stern.de




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 Betreff des Beitrags: Re: Die Würde des Menschen.
#4Ungelesener BeitragVerfasst: Mi 22. Aug 2012, 17:14 
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Davon habe ich letzt etwas im Fernsehen gesehen und auch heute noch im Internet gelesen... hätte auch zur Sterbehilfe gepasst. Keiner will sich daran geben Sterbehilfe zu legalisieren. Na vielleicht würden dann auch manche früher ableben, als sie müssten, ein schwieriges Thema. Aber der Mann tat mir echt leid, das war kein Leben in Würde mehr und ich konnte seinen Todeswunsch verstehen. Ich denke in einem solch schweren Fall, wo jemand nur noch sehr leidet, sollte Sterbehilfe nicht verfolgt und bestraft werden. Das Verhungern war wohl die einzige Möglichkeit für ihn..... :cry:

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 Betreff des Beitrags: Re: Sterbehilfe
#5Ungelesener BeitragVerfasst: So 27. Jan 2013, 21:38 
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Staatsanwaltschaft ermittelt gegen 26 MedizinerGöttinger Chirurg unter Tötungsverdacht
Sonntag, 27.01.2013, 19:19

Der ehemalige Leiter der Transplantationschirurgie der Göttinger Universitätsklinik Aiman O. soll in neun Fällen versucht haben „einen anderen Menschen zu töten“. So steht es im Haftbefehl der Staatsanwaltschaft. Auch gegen 26 Kollegen O.s wird nun ermittelt.
...

Quelle

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 Betreff des Beitrags: Re: Sterbehilfe
#6Ungelesener BeitragVerfasst: Di 29. Jan 2013, 16:26 
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CoolCheffe hat geschrieben:
Zitat:
Staatsanwaltschaft ermittelt gegen 26 MedizinerGöttinger Chirurg unter Tötungsverdacht
Sonntag, 27.01.2013, 19:19

Der ehemalige Leiter der Transplantationschirurgie der Göttinger Universitätsklinik Aiman O. soll in neun Fällen versucht haben „einen anderen Menschen zu töten“. So steht es im Haftbefehl der Staatsanwaltschaft. Auch gegen 26 Kollegen O.s wird nun ermittelt.
...

Quelle


Zählt so etwas im weitesten Sinne zur Sterbehilfe, wenn jemand versucht, einen Menschen zu töten, um Organe zu entnehmen??? Kann man daran verdienen zählt ein Menschenleben wohl nichts mehr... :schock:

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 Betreff des Beitrags: Re: Sterbehilfe
#7Ungelesener BeitragVerfasst: Mi 30. Jan 2013, 01:46 
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Nezahualpili hat geschrieben:
Das nennt man immer noch ganz altmodisch Tötungsversuch oder Körperverletzung, zumindest nennt die Staatsanwaltschaft die Sache noch beim Namen.


Eben, deswegen war ich etwas verwundert, das bei Sterbehilfe zu finden. Das war auch sarkastisch gemeint.

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 Betreff des Beitrags: Re: Sterbehilfe
#8Ungelesener BeitragVerfasst: Mo 8. Jul 2013, 13:26 
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In dem Zeitungsbericht steht, dass immer mehr ältere Menschen, die nicht unheilbar krank sind , die Sterbehilfe in Zürich in Anspruch nehmen. Das kann ja nicht Sinn der Sache sein, müsste abgelehnt werden. Aber da wie immer auch Geld im Spiel ist.....

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 Betreff des Beitrags: Re: Sterbehilfe
#9Ungelesener BeitragVerfasst: Di 16. Sep 2014, 18:46 
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Zitat:
Sterbehilfe wegen fehlender Therapiemöglichkeit Lieber tot als im Gefängnis

Stand: 16.09.2014 17:56 Uhr

Weil Ärzte keine Therapiemöglichkeit für ihn sehen, darf ein Häftling in Belgien Sterbehilfe in Anpruch nehmen. Es ist das erste mal, dass ein psychisches Leiden als Grund dafür akzeptiert wird.

Von Karin Bensch, WDR, ARD-Hörfunkstudio Brüssel

Frank will sterben. Ein belgisches Gericht hat entschieden, dass er das darf. Ganz legal - durch aktive Sterbehilfe. "Was soll ich denn tun, soll ich hier sitzen bleiben, bis ich verkomme? Welchen Sinn hat das?", fragt Frank.

Seit 30 Jahren sitzt er wegen mehrfacher Vergewaltigung und Mord in einem belgischen Gefängnis. Die dortige Psychotherapie fand der Häftling nicht ausreichend, deshalb wollte er in eine niederländische Spezialklinik verlegt werden. Doch das hatten die belgischen Behörden abgelehnt.
Keine Therapiemöglichkeit mehr
Der verurteilte Mörder Frank v.d.B. darf das Recht auf Sterbehilfe in Anspruch nehmen.

Deshalb hatte Frank bereits vor drei Jahren um Sterbehilfe gebeten. Die wurde damals jedoch abgelehnt, weil einer der drei Ärzte, die gemeinschaftlich darüber entscheiden, noch Therapie-Möglichkeiten sah. Bei einer neuerlichen Untersuchung ist die Entscheidung nun anders ausgefallen. Ärzte haben dem 50-Jährigen ein unheilbares Leiden bescheinigt, sagt sein Anwalt Jos van der Velpen im ZDF: "Man kann psychisches Leiden nicht mit einem Barometer messen. Aber er hat wohlbedacht seine Entscheidung getroffen. Es gibt keine andere Art, um sein Leiden zu lindern."


Quelle: tagesschau.de


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 Betreff des Beitrags: Re: Sterbehilfe
#10Ungelesener BeitragVerfasst: Di 16. Sep 2014, 18:51 
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Zitat:
Pro Sterbehilfe "Palliativmedizin stößt an Grenzen"

Stand: 19.07.2012 00:35 Uhr

Schwerkranken, die selbst aus dem Leben scheiden möchten, muss geholfen werden, sagt der Mediziner Michael de Ridder. Allerdings in erster Linie durch Palliativmedizin oder die Versorgung in Hospizen. Erst danach könnte ein ärztlich assistierter Suizid ein allerletzter Ausweg sein.

Menschliches Leiden, zumal im Zustand aussichtsloser Erkrankung oder schwerster Versehrtheit, kann ein unerträgliches Ausmaß annehmen und in eine Suizidabsicht münden. Von der Suizidalität primär psychisch Kranker muss sie klar unterschieden werden.


Als langjährig tätiger Internist und überzeugter Vertreter der Palliativmedizin würde ich in jedem Einzelfall zwar alles dafür tun, einen solchen Menschen vom Wert und der Reichweite der Palliativmedizin und hospizlicher Versorgungsangebote zu überzeugen. Doch auch in ihrer vollkommensten Ausprägung stoßen diese an Grenzen. Sei es, dass ihre Mittel versagen, sei es, dass ein Patient den Zeitpunkt seines Sterbens selbst bestimmen will. Nicht Staat und Kirchen, nicht Ärzteschaft und Hospizverbände haben in einem säkularen Gemeinwesen die Richtlinienkompetenz für das "gute Sterben". Vielmehr hat die - bei aller Bedeutung, die dem Dialog und der gemeinsamen Entscheidungsfindung von Patient, Arzt und Angehörigen beizumessen ist - letztlich allein der Sterbende selbst.


Quelle: tagesschau.de



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Contra Sterbehilfe
"Staat hat Schutzpflicht für das Leben - nicht dagegen"

Ein Mensch müsse selbst entscheiden können, wie er sein Leben lebt und wie er es zu Ende bringen möchte, meint der frühere Bundesjustizminister Edzard Schmidt-Jortzig. "Doch ein Anspruch auf Hilfe bei der Selbsttötung ist unannehmbar." Legalisiert werden dürfe so etwas unter keinen Umständen.

Dass der Mensch über sein Leben - wie er es anlegt, führt und vielleicht auch zu Ende bringen möchte - grundsätzlich selber entscheiden können muss, ist heute allgemeine Auffassung. Es ergibt sich aus dem Selbstbestimmungsrecht, das jedem zusteht, unabhängig von den konkreten persönlichen Umständen. Allein eben weil er Mensch ist, einen Anspruch auf Würde hat und frei von Bevormundung sein darf. Natürlich kann der Einzelne für sich festlegen, dass es ihm nicht zustehe, seinem Leben selber ein Ende zu setzen. Aber das ist dann die ureigene - aus philosophischer, weltanschaulicher oder religiöser Überzeugung geborene - Entscheidung. Von außen vorgegeben werden kann dem Menschen das nicht.

Das individuelle, auch auf den Tod bezogene Selbstbestimmungsrecht schließt deshalb nach deutscher Rechtsauffassung bekanntlich aus, dass die Selbsttötung strafbar wäre. Und ebenso bleibt folglich die Selbsttötungs-Beihilfe straflos. Es sei denn, der Helfer nimmt die Bestimmungsmacht über das Geschehen selber in die Hand ("Tatherrschaft"). Das alles schließt aber keinesfalls ein, dass man aus dem individuellen Selbstbestimmungsrecht einen wie auch immer gearteten Verfügungsanspruch auf andere herleiten könnte. Der Andere ist ja seinerseits eine autonome Persönlichkeit und kein fremdnütziges Instrument.


Quelle: tagesschau.de


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