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 Betreff des Beitrags: Gourmet - Festival in China: 15.000 Hunde geschlachtet
#1Ungelesener BeitragVerfasst: Mi 29. Jun 2011, 15:06 
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Das Thema hat auf vielen Foren zu sehr kontroversen Diskussionen geführt. Ich habe auf gmx einen Beitrag dazu geschrieben und benutze ihn hier als thread - Eröffnung:

Zitat:
Ich finde, dass die hier ständig gezogenen Vergleiche mit intelligenten Schweinen und heiligen Kühen verfehlt sind.

Schweine und Kühe sind als NUTZTIERE aus Wildschweinen und Urrindern durch eine von menschlichen Züchtern gesteuerte letzte Evolutionsphase entstanden. Hunde sind auf demselben Wege aus Wölfen entstanden, allerdings nicht als Nutztiere im Sinne von Schlachttieren, sondern als Freund, Beschützer von Höfen und Schafherden und als Verbündeter bei der Jagd und im Kampf gegen die Widrigkeiten der Natur.

Diese dem natürlichen Verhältnis von Mensch und Hund widersprechende Nutzung als Schlachttier hat also einen üblen Beigeschmack von Verrat an einem befreundeten Mitgeschöpf.

Das sollte man nicht außer Acht lassen, bevor man alle empörten Hundefreunde als naiv hinstellt.


http://meinungen.gmx.net/forum-gmx/post ... p=147#jump


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 Betreff des Beitrags: Re: Gourmet - Festival in China: 15.000 Hunde geschlachtet
#2Ungelesener BeitragVerfasst: Mi 29. Jun 2011, 15:26 
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Ist das denn so? Vielleicht hat man in China auch die Wolfsabkömmlinge damals schon als Schlachtvieh betrachtet?


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 Betreff des Beitrags: Re: Gourmet - Festival in China: 15.000 Hunde geschlachtet
#3Ungelesener BeitragVerfasst: Mi 29. Jun 2011, 16:16 
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Ich bin Hundefreundin, ja sogar Hundebesitzerin und trotzdem schockiert es mich nicht wenn in anderen Kulturkreisen Hunde gegessen werden, ohne jetzt den Faktor wie Massentierhaltung und Schlachtung so gehandhabt werden zu berücksichtigen!

"Tierfreunde" sind schon sehr sonderbare Menschen, einerseits kaufen sie jede Menge Pferde und Esel vom Schlachter frei, die dann auf einem Gnadenhof leben, warum kaufen sie keine Rinder oder Schweine oder Schafe frei? In der Wohnung halten sie sich handzahme Ratten, während sie anderenorts Giftköder die auch für Hunde (Haustiere) gefährlich werden können auslegen um Ratten zu töten, in ihrem Freigehe betüteln sie ihre lieben Haserln, während anonym gekaufte Hasen als Spezialität am Teller landen. Und wenn Jagdzeit ist denken sie bei ihrem Rehbraten auch nicht an Bambi!

Welche Tiere darf man schlachten und essen und welche nicht? Es gibt für mich darauf nur zwei Antworten:

1. alle
2. keines


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 Betreff des Beitrags: Re: Gourmet - Festival in China: 15.000 Hunde geschlachtet
#4Ungelesener BeitragVerfasst: Mi 29. Jun 2011, 18:22 
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manya hat geschrieben:
Ich bin Hundefreundin, ja sogar Hundebesitzerin und trotzdem schockiert es mich nicht wenn in anderen Kulturkreisen Hunde gegessen werden, ohne jetzt den Faktor wie Massentierhaltung und Schlachtung so gehandhabt werden zu berücksichtigen!

"Tierfreunde" sind schon sehr sonderbare Menschen, einerseits kaufen sie jede Menge Pferde und Esel vom Schlachter frei, die dann auf einem Gnadenhof leben, warum kaufen sie keine Rinder oder Schweine oder Schafe frei? In der Wohnung halten sie sich handzahme Ratten, während sie anderenorts Giftköder die auch für Hunde (Haustiere) gefährlich werden können auslegen um Ratten zu töten, in ihrem Freigehe betüteln sie ihre lieben Haserln, während anonym gekaufte Hasen als Spezialität am Teller landen. Und wenn Jagdzeit ist denken sie bei ihrem Rehbraten auch nicht an Bambi!

Welche Tiere darf man schlachten und essen und welche nicht? Es gibt für mich darauf nur zwei Antworten:

1. alle
2. keines


Dem ist nichts hinzuzufügen und erhält meine volle Zustimmung. :dh: :dh:


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 Betreff des Beitrags: Re: Gourmet - Festival in China: 15.000 Hunde geschlachtet
#5Ungelesener BeitragVerfasst: Mi 29. Jun 2011, 18:47 
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Zitat:
Geschichte und Verbreitung des Konsums
Hunde auf einem Grill in Hanoi

In der europäischen Geschichtsschreibung wurden diverse Fälle beschrieben, in denen Hunde als „Notration“ gedient haben. Dies betraf Hungersnöte, Notsituationen in Kriegen (wie die Belagerung von Paris im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71) sowie einzelne Personen oder kleinere Gruppen, die sich in einer extremen Lage befanden (Polarexpeditionen, Armut). Als Symbol für große Verzweiflung hat dieses Verhalten auch Eingang in die Literatur gefunden: In einer Szene in Hauptmanns Drama „Die Weber“ schlachtet ein alter Mann seinen Hund. Allerdings gab es auch in Gebieten, in denen die Bevölkerungsmehrheit kein Hundefleisch aß, Regionen, in denen regelmäßig Hunde verspeist wurden. Beispiele dafür sind das Appenzeller- und das Bündnerland in der Schweiz oder einige sächsische Städte. Offiziellen Angaben zufolge wurden in den Jahren um 1900 in Chemnitz durchschnittlich 226, in Dresden 136 und in Zwickau 58 Hunde jährlich geschlachtet.

Schriftliche Zeugnisse, die die Zubereitung von Hundefleisch als kulinarische Tradition belegen, sind u. a. aus China bekannt. Bereits im 4. Jahrhundert vor Christus wurde Hundefleisch vom Philosophen Mengzi empfohlen. Nähere Angaben zur „Wirkung“ finden sich dann beispielsweise in einer Enzyklopädie des 16. Jahrhunderts. Die Bewertung war allerdings von Provinz zu Provinz verschieden: Die Mandschu im Norden verachteten die Menschen im Süden dafür. Sun Yat-sen, der Revolutionär gegen die Dynastie der Mandschuren, begann seine politischen Treffen mit einem Hundemahl, um seine Einstellung zu den nördlichen Herrschern zu zeigen.

Angaben zur aktuellen Verbreitung und Beliebtheit von Gerichten mit Hundefleisch schwanken und sind umstritten. So tendieren Tierschutzvereine dazu, sehr hohe Zahlen getöteter Hunde anzugeben (bis zu 20 Mio. Hunde jährlich allein in China. Gleichzeitig bemühen sie sich, den Kreis der menschlichen Verbraucher als sehr klein darzustellen und führen teilweise den Konsum außerhalb Koreas und Chinas ausschließlich auf die Präsenz von Auslandschinesen zurück. Verteidiger der Sitte weisen hingegen darauf hin, dass auch in Afrika und Europa das Essen von Hundefleisch verbreitet ist.

In Korea, China und Vietnam werden regelmäßig Hunde gegessen; und diese Tatsache wird auch von zumindest einem Teil der Bevölkerung als normal empfunden. Allerdings gilt Hundefleisch in allen drei Ländern als Spezialität und ist teuer. Gezielte Züchtungen und „Hundefarmen“ gibt es erst seit kurzem.

Weiterhin soll der Verzehr von Hundefleisch in Laos, Myanmar, Malaysia sowie in Ghana und im Kongo vorkommen. Einige Igorot-Stämme auf den Philippinen halten Hunde für den regulären Verzehr. In Thailand gilt Hundefleisch in einigen Regionen, vor allem in Sakon Nakhon (Isaan), als Delikatesse, obwohl die meisten Thais das Schlachten von Hunden ablehnen. In Osttimor gilt Hundefleisch als Delikatesse. Allerdings soll sich diese Sitte erst in den 1980er Jahren von Nordsulawesi (Indonesien) kommend, wo Hundefleisch traditionell vom Volk der Minahasa gegessen wird, eingebürgert haben, als in der Landeshauptstadt Dili das erste Hundefleisch-Restaurant eröffnete.

Traditionell wurden Hunde auch bei den Polynesiern als Nahrung genutzt.


Quelle Wikepedia


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 Betreff des Beitrags: Re: Gourmet - Festival in China: 15.000 Hunde geschlachtet
#6Ungelesener BeitragVerfasst: Do 30. Jun 2011, 09:06 
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Nein, diese Petition zeichne ich nicht. :shock:


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 Betreff des Beitrags: Re: Gourmet - Festival in China: 15.000 Hunde geschlachtet
#7Ungelesener BeitragVerfasst: Sa 10. Mär 2012, 21:56 
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Ich hab' jetzt mal so geguckt, was bei Wiki zum Thema Hundefleisch essen steht. Wer hätte gedacht, dass man nicht mal Blutwurst essen durfte. Eindeutig scheint aber zu sein, dass fast alle Tabus beim Fleischessen anerzogen sind.
Nur wenige haben nachvollziehbare Gründe wie giftig oder ähnliches. Es gibt aber sogar auch Pflanzentabus.

Zitat:
Weniger bekannt ist, dass der Verzehr von Blut auch in der Frühzeit des Christentums von Seiten der Kirche untersagt wurde und als heidnisch galt. In der Bibel verbietet beispielsweise das Apostolische Dekret (Apg 15,19–21 EU) den Verzehr von Blut.

Überliefert ist auch ein Blutwurst-Verbot des oströmischen Kaisers Leo VI.: „Es ist uns zu Ohren gekommen, dass man Blut in Gedärme, wie in Röcke, einpackt und so als ganz gewöhnliches Gericht dem Magen zuschickt. Es kann unsere kaiserliche Majestät nicht länger zusehen, dass die Ehre unseres Staates durch eine so frevelhafte Erfindung (…) fresslustiger Menschen geschändet werde. Wer Blut zu Speisen umschafft, der wird hart gegeisselt, bis auf die Haut geschoren und auf ewig aus dem Lande verbannt.“[34]

http://de.wikipedia.org/wiki/Nahrungstabu

Der Ausdruck "fresslustig" gefällt mir besonders. Und die Strafen waren hart; vermutlich traf es dann wieder die armen Menschen, die sich ordentliches Fleisch nicht leisten konnten. Ist ja immer so.
Ansonsten möchte ich mich manyas Meinung anschließen. Alle oder keine.

Ich kann mich vage daran erinnern, einmal von einem kleinen Ort im Süden Deutschlands oder in Österreich gelesen zu haben, dass dort Katzenfleisch auf dem Markt verkauft wurde. Hat für helle Aufregung gesorgt, muß aber schon bestimmt 20 oder 25 Jahre Jahre her sein.


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 Betreff des Beitrags: Re: Gourmet - Festival in China: 15.000 Hunde geschlachtet
#8Ungelesener BeitragVerfasst: Sa 10. Mär 2012, 22:23 
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Zu Kriegs- und Nachkriegszeiten, also bei Mangel an Lebensmitteln, wurden schon immer Katzen gegessen, als "Dachhasen" verbrämt.

Auch Pferdefleisch war früher gang und gäbe, ist mittlerweile aber bei vielen verpönt.


Tiere, die weniger als Arbeits-/Nutztiere gesehen werden und mehr als Freizeitbegleiter und Freunde, will man wohl nicht mehr auf dem Teller haben.

Genausowenig wie Tiere, die als "eklig" gelten - Schlangen und Ratten z. B.

In Asien scheint das anders zu sein. Dort haben die Menschen ein weniger sentimentales Verhältnis zu den Tieren zu haben als wie. Das mag daran liegen, daß Tiere dort nach wie vor mehr Nutztiere als Haustiere sind, daß das Nahrungsangebot nicht so üppig ist wie bei uns, vielleicht auch an den Traditionen.

Na ja, ich habe mich schon vor vielen Jahren für "gar keins" entschieden. Außer den Fliegen, die mir im Sommer beim Fahrradfahren freiwillig in den Rachen fliegen, esse ich keine Tiere.


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 Betreff des Beitrags: Re: Gourmet - Festival in China: 15.000 Hunde geschlachtet
#9Ungelesener BeitragVerfasst: Sa 10. Mär 2012, 22:49 
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Unser Nachbar erzählte im letzten Sommer beim Grillen eine Geschichte von seiner Enkelin.
Die Familie hält Kaninchen. Schon als Nutztiere, aber natürlich gaben die Kinder ihnen trotzdem Namen.
Und beim Weihnachtsessen saß also die eine Enkeltochter vorm Fleischteller mit dem Kaninchenbraten .. zögerte einen kurzen Moment .. streichelte über den Braten und sagte dabei:"Arme, kleine Molle".
Daraufhin hat die ganze Familie den Braten nicht mehr essen können. *hihi*.
Fand ich gut, die Geschichte.

Ich esse schon Fleisch, bin aber eher Gemüsefan. Wenn ich in der Fastenzeit auf Fleisch verzichten sollte, wärs egal. Kein Problem, kein Verzicht.
Bei Gummibärchen wäre das eine harte Tortour.


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 Betreff des Beitrags: Re: Gourmet - Festival in China: 15.000 Hunde geschlachtet
#10Ungelesener BeitragVerfasst: Sa 10. Mär 2012, 23:03 
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Meine Mutter hat als Kind ein paar Jahre auf einem Gutshof gelebt, der ihrer Stiefmutter gehörte. Schweine, Hühner, Gänse, alles da.

Einen Ganter mochten sie und ihre Schwester besonders, Martin (warum heißen alle Ganter Martin?).

Eines Tages gab es Gänsebraten. Das Essen schmeckte auch den Kindern. Als alles aufgegessen war, sagte jemand: Das war Martin.

Und die Kinder haben "rückwärts" gegessen.


Die wenigsten Menschen wollen wissen, wen sie genau essen, schon gar nicht wollen sie "jemanden" essen - und ein Tier mit einem Namen ist halt ein "Jemand". Lieber anonymes Fleisch, dem man nicht mehr ansieht, daß es mal über eine Weide oder durch einen Schweinestall gelaufen ist.

In einem Restaurant, das in einem Becken lebende Fische hielt, die direkt vor dem Verzehr geschlachte wurden, bestellte mal eine Frau eine Forelle. Der Kellner bat sie, sich eine aus dem Becken auszusuchen.

Die Dame entschied sich für ein anderes Essen. Sie wollte nicht, daß die Forelle "extra für sie" sterben mußte.


Na ja, das Fleisch, das wir Menschen essen, stammt in den allermeisten Fällen von Tieren, die "extra dafür" geschlachtet wurden.


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