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AutorNachricht
 Betreff des Beitrags: Re: Afghanistan
#31Ungelesener BeitragVerfasst: Sa 2. Apr 2011, 19:48 
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Terroristen werden überall ausgebildet auch in den USA und auch in Deutschland !


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 Betreff des Beitrags: Re: Afghanistan
#32Ungelesener BeitragVerfasst: So 3. Apr 2011, 13:05 
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manya hat geschrieben:
Allein wenn ein Satz so anfängt: ich bin zwar grundsätzlich gegen Krieg, ABER! ist es schon vorbei.


Sogar den Satz kannst Du Dir sparen, wenn ein fremder Aggressor über Dein eigenes Land herfällt. Dann ist nämlich Krieg, ob Dir das passt oder nicht.

Übrigens gibt es im Völkerrecht zwei generelle Erlaubnistatbestände, ohne vorherigen Beschluss der Uno legal Krieg führen zu dürfen:

1. Notwehr / Selbstverteidigung, das war die Begründung im Falle Afghanistans, weil die dortige Regierung mitverantwortlich für den Angriff auf die USA am 11.09.2001 gezeichnet hat,

2. Nothilfe, wenn irgendwo auf der Welt ein Völkermord droht - dann darf man nicht nur militärisch einschreiten, dann ist sogar jeder zur Nothilfe fähige Staat völkerrechtlich dazu verpflichtet. Deshalb haben die USA am Anfang des Massakers in Ruanda bei der UNO krampfhaft den Begriff "Völkermord" vermieden, die hatten nämlich kein Interesse, sich da reinzuhängen.

Vielleicht überlegst Du ja mal, warum das so geregelt ist und was es für den Weltfrieden bedeuten würde, wenn Vökermorde als innere Angelegenheit der mordenden Staaten betrachtet würden, am besten am Beispiel des seinerzeit drohenden Völkermordes in Ex - Jugoslawien. Wie hätten wohl die Türkei und andere moslemische Staaten reagiert, wenn die Ausrottung der bosnischen Moslems die Nato nicht gejuckt hätte? Und wie hätte Russland reagiert, wenn Türken und Araber über die Serben hergefallen wären?

Angua hat geschrieben:
Sehr erfolgreich ist dieser Kampf offensichtlich nicht, sonst würde er nicht schon mehr als 9 Jahre andauern. Ob die richtigen Methoden angewendet werden? Fraglich.


Das halte ich allerdings auch für sehr fraglich. Grundsätzlich musste die Nato auf einen Angriff gegen einen Mitgliedsstaat reagieren, die verantwortliche Regierung beseitigen und klarstellen, dass diese Leute nie wieder als Regierungsmacht in Kabul geduldet werden.

Mehr aber auch nicht.

Tatsächlich haben sie aber wirtschaftliche, geostrategische und vllt. auch (demokratisch-) ideologische Zielsetzungen auf die unausweichlichen militärischen Notwendigkeiten draufgesattelt, um Afghanistan komplett zu einem Staat nach westlichen Wunschvorstellungen zu gestalten. Das ist m. M. n. durch das Notwehrrecht so nicht gedeckt und hat die eigentlichen Probleme verursacht. Die Zerschlagung der Taliban - Streitkräfte und die Beseitigung der Regierung haben nur minimale westliche Verluste verursacht, so ähnlich wie die Zerschlagung von Saddams Streitkräften. Schwere Verluste sind erst duch den jahrelangen Guerillakrieg entstanden, den irgendeine verbündete afghanische Regierung auch alleine hätte führen können. Wenn die Verbündeten ins Hintertreffen geraten wären, hätte man jederzeit wieder einfliegen und die neuformierten Taliban - Streitkräfte wieder "mit einem nassen Lappen" und wenig bis gar keinen eigenen Verlusten vernichten können, im Gegensatz zum Guerilla - Krieg ist so eine Aufgabe für die Nato ein wirklicher Spaziergang.

Das hätte man beliebig oft wiederholen können, bis die Verbündeten (mit ihren Methoden und ohne westliche Mitverantwortung) endgültig mit den Taliban aufgeräumt hätten.

Das wäre Notwehr pur, während die jetzige blutige Strategie weitgehende Ziele verfolgt, die mit dem ursprünglichen Angriff der von den Taliban gedeckten Al Qaida praktisch nichts mehr zu tun haben.


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 Betreff des Beitrags: Re: Afghanistan
#33Ungelesener BeitragVerfasst: Fr 22. Apr 2011, 14:17 
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AlexRE hat geschrieben:
Das halte ich allerdings auch für sehr fraglich. Grundsätzlich musste die Nato auf einen Angriff gegen einen Mitgliedsstaat reagieren, die verantwortliche Regierung beseitigen und klarstellen, dass diese Leute nie wieder als Regierungsmacht in Kabul geduldet werden.

Mehr aber auch nicht.

Tatsächlich haben sie aber wirtschaftliche, geostrategische und vllt. auch (demokratisch-) ideologische Zielsetzungen auf die unausweichlichen militärischen Notwendigkeiten draufgesattelt, um Afghanistan komplett zu einem Staat nach westlichen Wunschvorstellungen zu gestalten. Das ist m. M. n. durch das Notwehrrecht so nicht gedeckt und hat die eigentlichen Probleme verursacht.


Das habe ich so ähnlich heute auf einen neuen gmx - thread zu amerikanischen Siegesmeldungen aus Afghanistan geschrieben:

http://meinungen.gmx.net/forum-gmx/post/11899416?sp=84#jump

Zitat:
Reeth

"Ok hast recht. Natürlich kann der unbewaffnete bauer sich währen wenn 20 bewaffnete Taliban kommen. Ja er schmeißt eifnach einen Stein und sie bekommen Angst und hauen ab.
WIe stellst du dir das vor?"

Nicht Bauern müssen sich gegen die Taliban verteidigen, sondern nur IRGENDWELCHE inneren Feinde der Taliban, die gerade besonders stark sind und denen man die Regierungsmacht und die Armee dort überlassen kann. Ein Notwehrrecht haben die Amis bzw. die Nato nämlich nur gegenüber den Taliban, andere Afghanen sind ja für 9/11 nicht mitverantwortlich.

Der Zwangsimport der Demokratie oder gar klarer Wirtschaftsimperialismus sind also vom Notwehrrecht überhaupt nicht gedeckt.

Man hätte schon lange die regulären Nato - Truppen abziehen und die talibanfeindliche Regierung mit Waffen, Beratern und Geld unterstützen können. Sollten die Taliban so irgendwann wieder fähig werden, eine feste Front und große Gebiete zu halten, kann man immer wieder für ein paar Tage mit starken Nato - Truppen einfliegen und diese Strukturen leicht und mit sehr geringen Eigenverlusten wieder zertrümmer. Das ging Ende 2001 auch ganz schnell und hat unvergleichlich geringere Verluste gekostet als die imperiale Dauerbesetzung. Ein jahrelanger Guerillakrieg ist für den Besatzer sehr viel verlustreicher als die Vernichtung eines waffentechnisch maßlos unterlegenen Gegners im offenen Kampf, das erstere ist kaum gewinnbar, das letztere militärisch gesehen ein Kinderspiel.

Das war bei der Niederwerfung des Irak übrigens ganz genauso. Die offiziellen irakischen Streitkräfte wurden - obwohl immer noch wesentlich stärker als die Taliban zu ihren besten Regierungszeiten - quasi im Vorbeigehen erledigt, weil die Waffentechnik der Nato turmhoch überlegen ist. Der kann sich keine unmodern bewaffnete Armee in offenem Kampf stellen, die wird wegepustet.

Blutig ist auch im Irak erst der Guerillakrieg geworden, gewonnen ist der auch noch nicht.


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 Betreff des Beitrags: Re: Afghanistan
#34Ungelesener BeitragVerfasst: Fr 22. Apr 2011, 15:39 
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Ich glaube außerdem, daß eine lange Besatzungszeit neue Gegner schafft, denen die westlichen Mächte im schlechtesten Fall früher egal waren, die jetzt aber negative Erlebnisse / einschneidende Veränderungen in ihrem Leben mit den Vertretern dieser Mächte verbinden.

Ein Volk zu demütigen bringt selten Freunde...


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 Betreff des Beitrags: Re: Afghanistan
#35Ungelesener BeitragVerfasst: Fr 22. Apr 2011, 18:42 
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Angua hat geschrieben:
Ein Volk zu demütigen bringt selten Freunde...



Das ist richtig. Theoretisch sollten sich das unsere türkischen und arabischen Machos, die sich hier täglich über Kartoffelopfer und deutsche Schlampen lustig machen, auch mal überlegen. Theoretisch - praktisch sind solche Typen einfach zu blöd dafür, über den Tellerrand hinauszugucken.

Das wird sie teuer zu stehen kommen, da bin ich mir sehr sicher.


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 Betreff des Beitrags: Game over
#36Ungelesener BeitragVerfasst: Mo 2. Mai 2011, 16:38 
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Bild 8-)


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 Betreff des Beitrags: Re: Afghanistan
#37Ungelesener BeitragVerfasst: Do 19. Mai 2011, 17:15 
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Ein Radiointerview mit einem Völkerrechts - Professor, der die Tötungsaktion für rechtswidrig hält:

http://www.br-online.de/bayern2/radiowelt/voelkerrecht-11-kw18-osama-bin-laden-ID1304403158606.xml


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 Betreff des Beitrags: Re: Afghanistan
#38Ungelesener BeitragVerfasst: Mi 25. Mai 2011, 15:30 
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Zitat:
Zwei Verletzte bei Anschlag
Bundeswehrsoldat in Afghanistan getötet

Bei einem Anschlag auf eine Patrouille der Bundeswehr in Afghanistan ist ein deutscher Soldat getötet worden. Ein weiterer Soldat und ein Dolmetscher wurden verletzt. Verteidigungsminister de Maizère zeigte sich erschüttert. Der feige Anschlag werde an der Strategie in Afghanistan nichts ändern.



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 Betreff des Beitrags: Re: Afghanistan
#39Ungelesener BeitragVerfasst: Mi 25. Mai 2011, 19:54 
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Zitat:
Taliban stürmen Marine-Basis - viele Tote

Islamabad (dpa) - Taliban-Kämpfer haben in der südpakistanischen Millionenmetropole Karachi eine Marine-Basis gestürmt und bei 15-stündigen Gefechten zahlreiche Sicherheitskräfte getötet.
Anschlag auf Marinebasis in Pakistan Die Taliban haben sich zu dem Anschlag in Pakistan bekannt und weitere Gewalt angekündigt.

Marinesprecher Irfanul Haq sagte, elf Marine-Angehörige und zwei Soldaten einer paramilitärischen Einheit seien ums Leben gekommen. Nach offiziellen Angaben töteten die Angreifer auch einen Feuerwehrmann. Unklar war zunächst, wie viele der Angreifer starben. Die Taliban nannten den Überfall am Montag einen Racheakt für die Tötung von Al-Kaida-Chef Osama bin Laden drei Wochen zuvor.

weiter lesen: http://web.de/magazine/nachrichten/ausl ... #.A1000145


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 Betreff des Beitrags: Re: Afghanistan
#40Ungelesener BeitragVerfasst: Fr 27. Mai 2011, 11:36 
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Und noch eine langjährige Jagd von Erfolg gekrönt:

Mladic bei Verhaftung im Schlaf überrascht

Wenigstens dieser Verbrecher wird sich vor dem Internationalen Strafgerichtshof verantworten müssen. Wenn die Amerikaner Bin Laden lebend gefangengenommen hätten, wäre das jetzt trotz der Beteiligung verbündeter Staaten an dem Krieg gegen die Al Qaida und die Taliban eine Angelegenheit der nationalen amerikanischen Justiz:

Zitat:
Härtester Opponent des IStGH sind die USA. Die US-Regierung hat im Jahr 2000 das Statut des IStGH unterzeichnet, aber schon 2002 die völkerrechtlich unübliche, aber zulässige Rücknahme der Unterzeichnung erklärt. Bill Clinton erklärte dazu, dass er das Rom-Statut nicht ratifizieren wollte, so lange den Vereinigten Staaten keine ausreichende Möglichkeit geboten wird, den Internationalen Strafgerichtshof und dessen Funktionsweise über einen längeren Zeitraum zu überprüfen.


http://de.wikipedia.org/wiki/Internationaler_Strafgerichtshof


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