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 Betreff des Beitrags: CHINA
#1Ungelesener BeitragVerfasst: Do 6. Sep 2012, 04:08 
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Die Ein-Kind-Politik der VR China und ihre Auswirkungen

Staatlich verordnete Zwangsabtreibung als Methode der chinesischen Familienplanung und Geburtenkontrolle

von Christine Pierk

Während in Deutschland und anderen europäischen Staaten verstärkt Anreize gesetzt werden, um das Geburtenniveau anzuheben, kämpft das bevölkerungsreichste Land der Erde seit Jahrzehnten mit einem rasanten Bevölkerungswachstum. Um dieses einzudämmen, hat die Volksrepublik China im Jahre 1979 die so genannte "Ein-Kind-Politik" eingeführt.

Nach westlichem, demokratischem Verständnis ist dies ein massiver Eingriff in die Privatsphäre und das Selbstbestimmungsrecht der Menschen. Doch im sozialistischen China sind die Interessen der Einzelnen denen des Staates immer untergeordnet, so dass auch das Staatsziel der Bevölkerungspolitik über dem persönlichen Wunsch eines Ehepaares nach einem Kind steht.

Da die erste Generation der staatlich gewollten Einzelkinder mittlerweile erwachsen ist und nun selbst eine Familie gründen möchte, werden die Folgen dieser weltweit einzigartigen Bevölkerungspolitik immer deutlicher.

Am 29. Dezember 2001 wurde in der Volksrepublik China ein neues Familienplanungs- und Bevölkerungsgesetz verabschiedet, das am 01. September 2002 in Kraft trat. Dieses bekräftigt die seit Jahren praktizierte Politik der Geburtenkontrolle und Familienplanung, die sich in der Ein-Kind-Politik ausdrückt. Denn nach der Geburt des ersten Kindes gilt jedes weitere als "ungewollt" , aber nicht von den Eltern, sondern von der Staatsführung. Allerdings lässt das Gesetz unter bestimmten Umständen , beispielsweise bei einer Behinderung oder dem Tod des ersten Kindes ,auch die Geburt eines zweiten Kindes zu. Auch in ländlichen Gebieten macht man Ausnahmen, wenn der Abstand zum ersten Kind nicht zu gering ist. Die nationalen Minderheiten sind von diesen Vorschriften weitgehend ausgenommen und auch bevölkerungsarme Nationalitäten unterliegen keinerlei Geburtenkontrolle.

Um das Bevölkerungsprogramm erfolgreich durchführen zu können, hat sich die chinesische Regierung nicht nur auf die "Freiwilligkeit" der Menschen verlassen, sondern die Geburtenkontrolle und Familienplanung mit zahlreichen Belohnungen und Sanktionen durchgesetzt. So erhält die Ein-Kind-Familie zahlreiche materielle Anreize, wie beispielsweise monatliche Prämien bis zum 14. Lebensjahr des Kindes, wie auch Begünstigungen im Bildungs-, Gesundheits- und im Wohnungsbereich. Bei den Sanktionen, die bei Nichteinhaltung der Familienplanungspolitik verhängt werden, handelt es sich hauptsächlich um finanzielle Strafen. Dabei wird beispielsweise ein prozentualer Betrag vom Lohn des Ehepaares abgezogen, die Familie im Wohnungssektor benachteiligt, sowie das ungeplante Kind im Bildungs- und Gesundheitsbereich eingeschränkt.....weiter

http://www.igfm.de/Die-Ein-Kind-Politik ... 978.0.html

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 Betreff des Beitrags: Re: CHINA
#2Ungelesener BeitragVerfasst: Do 6. Sep 2012, 20:13 
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Ich habe vor kurzem wieder in den Nachrichten gesehen, dass Samsung-Fabriken in China unter dem Verdacht der Kinderarbeit stehen. Dafür sind Kinder wohl gut genug...

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 Betreff des Beitrags: Re: CHINA
#3Ungelesener BeitragVerfasst: Sa 8. Sep 2012, 03:27 
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Sarkastika hat geschrieben:
Ich habe vor kurzem wieder in den Nachrichten gesehen, dass Samsung-Fabriken in China unter dem Verdacht der Kinderarbeit stehen. Dafür sind Kinder wohl gut genug...



mich wundert da letztlich gar nix mehr, wenn ich nur daran denke das letztlich bekannt wurde das babyleichen zu aphrodisiakum verarbeitet werden + überhaupt was da nahrungstechnisch für die potenz des mannes alles veranstaltet wird, aber wehe frau wird schwanger....pervers is das, zum brechen....

mit demokratie hat dieses land m.E. nix zu tun, es ist + bleibt für mich ein totalitärer staat, die menschen werden unterdrückt + überwacht, nicht zu fassen das uns bundeskanzlerin damit geschäfte machen will, oder schon hat...

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 Betreff des Beitrags: Re: CHINA
#4Ungelesener BeitragVerfasst: Sa 8. Sep 2012, 20:12 
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In China wie in vielen anderen Kulturen auch ist halt ein Junge mehr "wert".


Auch in Indien werden Mädchen oft abgetrieben. Auf 1000 neu geborene Jungen kamen 2011 nur noch 836 Mädchen.

Warum? Wiki drückt es so aus: "Die Tatsache, dass laut dem Erbrecht Töchter erbberechtigt sind, und gleichzeitig immer noch Mitgiften üblich sind, führt dazu, dass Töchter als „Verlustgeschäft“ betrachtet werden."

Und auch im modernen Europa ist es doch nach wie vor "normal", wenn jemand sein Geschäft / sein Unternehmen an den Sohn übergibt, nach wie vor ist es eher unüblich, wenn eine Tochter ihrem Vater auf einen Chefsessel folgt. Noch immer erwarten gerade Familien, die "einen Namen" haben, einen Stammhalter.

Allerdings, dem Durchschnittsdeutschen ist es mittlerweile tatsächlich meist egal, welches Geschlecht das Kind hat - Hauptsache gesund. :happy:


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 Betreff des Beitrags: Re: CHINA
#5Ungelesener BeitragVerfasst: Sa 8. Sep 2012, 20:36 
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Ja das Mädchen öfter ab getrieben werden stimmt. Im Falle China denke ich aber auch, dass damit weitere gebärfähige Frauen "vermieden" werden sollen. :raugen1:
Ich verstehe auch nicht, wieso sich namhafte Firmen auf Billig-Arbeit aus China stützen, siehe giftige Farben in Spielzeug z. B.
Auch wenn sie nun das Bevölkerungswachstum bremsen, ist China eine nicht zu unterschätzende Wirtschaftsmacht, da werden sich noch viele wundern...und das nicht nur, weil viele teuer entwickelte Ideen/Produkte in China kopiert werden...

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 Betreff des Beitrags: Re: CHINA
#6Ungelesener BeitragVerfasst: So 9. Sep 2012, 00:02 
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Nezahualpili hat geschrieben:
Das kann man der Kanzlerin nicht explizit vorwerfen, das haben vor ihr schon zig andere gemacht - hat man sich daran gestört?
China hat halt den "Vorteil", daß es nicht muslimisch ist, dann würde die Empörung höhere Wellen schlagen. Einmal jährlich stört es uns (und andere Länder) überhaupt nicht wie und und unter welchen Umständen die Feuerwerkskörper hergestellt werden, wo bleibt da unsere Ethik? Die vermisse ich auch bei den vielen billigen China-Importen.

Zur Ein-Kind-Politik möchte ich anmerken, daß Europa wirtschaftlich davon profitiert hat, was wäre wenn die Chinesen sich ohne Beschränkung vermehrt hätten... die hätten uns überrollt und wir könnten uns heute nicht beklagen :cherrysmilies154:

Interressant finde ich den Umstand, daß vorzugsweise Mädchen abgetrieben werden.


insgesamt kann ich dir da nur zustimmen, klar, das hat es früher auch schon gegeben + klar ist auch, ich hab mich früher mit diesem thema nicht wirklich befasst, daran wird`s liegen.....

ob vorzugsweise mädchen abgetrieben werden möchte ich mal offen lassen denn, hier zu lande ist eine abtreibung zulässig in den ersten 3 schwangerschaftsmonaten.....
die geschlechtsbestimmung eines kindes, bzw. eines fötus ist aber erst ab ca 4 bis 4 1/2 monate (vom fötus) möglich in günstigsten fall....(lage des kindes im bauch, etc.)

ob die chinesen in der beziehung andere gesetze haben weiß ich nich....

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 Betreff des Beitrags: Re: CHINA
#7Ungelesener BeitragVerfasst: So 9. Sep 2012, 11:16 
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Manchmal ist es auch keine Abtreibung - manchmal wir ein Mädchen direkt nach der Geburt getötet.


Der geschilderte Fall geschah in Indien, der Artikel geht aber auch auf die Situation in China ein:

Zitat:
Eines Tages wird man Meetu Khurana vielleicht den Friedensnobelpreis verleihen. Sie ist die erste Inderin, die ihren eigenen Ehemann vor Gericht angezeigt hat, weil er ihre ungeborenen Töchter töten wollte. Und sie will die Aufmerksamkeit der Welt auf ein Unheil lenken, das im Schatten des asiatischen Wirtschaftsbooms seinen Lauf nimmt: einen massenhaften Geschlechtermord aus ökonomischem Kalkül.

Ein Drama, das jedes Jahr Millionen von ungeborenen Mädchen im Krankenhausmüll enden lässt und eine unbekannte Zahl von Säuglingen und Kleinkindern zu Mordopfern ihrer eigenen Familien macht

...

»Wo ist dein Problem? Mach deinem Mann einfach einen Sohn!«, sagte der Polizeikommissar, der ihre Anzeige aufnahm.

...

»Die Motive für den Mord an der ungeborenen Tochter entstammen einer sehr zeitgemäßen Einstellung – man will große Hochzeiten, große Geschenke und einen stolzen Sohn, aber keine wirtschaftlich unnütze Tochter«, sagt Shanta Sinha, Vorsitzende der Nationalen Kommission für Kinderrechte in Indien. »Es geht um eine Brutalisierung der individuellen Einstellung zum menschlichen Leben, wie sie erst die Modernisierung hervorbringen konnte.« Die Mädchentötung – auch als »Genderzid« oder »Femizid« bezeichnet – sei kein grausames, patriarchalisches Kulturerbe, sondern eine Folge des Sittenverfalls in einer Konsumgesellschaft. Das menschenverachtende Denken hat sich in den guten Stuben eingerichtet. Zum Beispiel in der betuchten Arztfamilie von Khuranas Ehemann.

...

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 Betreff des Beitrags: Re: CHINA
#8Ungelesener BeitragVerfasst: So 9. Sep 2012, 11:21 
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Und hier ein Bericht aus China über die Folgen der Ein-Kind-Politik:

Zitat:
Von Staats wegen schickt China Tausende unschuldiger Kinder in den Tod. Sie müssen sterben, weil sie unerwünscht sind. Fast immer sind die Opfer Mädchen.

...

Eins der erschütterndsten Einzelschicksale in dem Dokumentarfilm zeigt ein kleines Mädchen, dem nicht einmal die Würde eines Namens zugestanden wurde. Es hieß Mei Ming, wörtlich: Namenlos. Zehn Tage lag Mei Ming im nachtschwarzen Sterbezimmer, im eigenen Kot und Urin, die halbgeschlossenen Augen mit Schlaf und Tränen verklebt, den Mund geöffnet, jede einzelne Rippe in dem eingefallenen, ausgemergelten Körper sichtbar. "Die ist schon lange tot", sagt ein Heimangestellter - während Mei Ming ein schwaches, aber deutlich hörbares Wimmern von sich gibt.

...

Den Kleinen, denen das Sterbezimmer erspart bleibt, ergeht es nicht viel besser: Sie verbringen ihre Tage in Viererreihen so an Bambusstühlchen gefesselt, daß die Beine über primitiven "Töpfchen" gespreizt sind, eine Flasche in Reichweite des Mundes.

...

Die wenigen Jungen in dem Waisenheim sind körperbehindert oder geistig minderbemittelt. Seit Deng Xiaopings Anweisung im Jahre 1979, zur Geburtenkontrolle "jedes erforderliche Mittel" zu benutzen, sind in China schätzungsweise 15 Millionen Mädchen verschwunden.

...

Die meisten Paare wünschen sich einen gesunden Sohn, der sie im Alter ernähren soll. Überzählige Kinder - vor allem Mädchen - werden umgebracht oder ausgesetzt.

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 Betreff des Beitrags: Re: CHINA
#9Ungelesener BeitragVerfasst: Di 11. Sep 2012, 20:25 
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Wenn sie massenhaft Mädchen um bringen, dann frage ich mich, wen der stolze Sohn dann später mal heiraten soll.. da kann man ja nur noch zynisch werden.
Entsetzlich sowas..... einfach nur grauenhaft. Und typisch auch, dass, wenn schon Jungen wie in dem Bericht geschildert, dem gleichen, grausamen Schiksal aus gesetzt werden, es behinderte sind. Alles "minderwertige" will man aus sortieren. Diese Tendenzen gibt es ja auch schon woanders... wenn auch nicht auf diese Weise.

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 Betreff des Beitrags: Re: CHINA
#10Ungelesener BeitragVerfasst: Di 11. Sep 2012, 23:07 
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Ja, Geschäfte...das ist das einzige, was zählt... ab und zu mal gaaanz ganz leise etwas über Menschenrechte fallen lassen (um das Gewissen zu beruhigen oder wie?) Die Deutschen dürfen ja schon mal gar nichts sagen, sind die doch mal diesem Österreicher gefolgt.. :focus60:
Überall, wo eine solche "Aussortierung" von angeblich minderwertigen Menschen passiert, fällt mir nur Nazidenken ein. Und dabei wird niemals etwas gutes heraus kommen.

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