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 Betreff des Beitrags: Re: ZEIT
#11Ungelesener BeitragVerfasst: Do 24. Mai 2012, 16:58 
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Zitat:
Verhandlungen über Entsorgung
Giftmüll aus Bhopal soll nach Deutschland

Bhopal in Indien steht für den schlimmsten Chemieunfall der Geschichte. Auf dem verwaisten Gelände der US-Firma Union Carbide lagern noch immer 350 Tonnen Giftmüll. Die sollen nun laut indischen Angaben in Deutschland entsorgt werden. Die dafür zuständige staatliche Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit bestätigte allerdings lediglich Gespräche, noch keinen Auftrag.


Zitat:
Etwa 8000 Menschen, so die Schätzungen, starben alleine in den ersten Tagen. Über 100.000 wurden chronisch krank. Die gefährliche Wolke, die auf dem Gelände der US-Firma Union Carbide in Bhopal entwich, traf die Menschen völlig unvorbereitet und verätzte ihnen Augen und Lungen. Das war in einer Dezembernacht des Jahres 1984.


Zitat:
Umweltexperte Bidwai freut sich über das deutsche Engagement. Warnt aber zugleich, dass es auch für die Menschen in der Bundesrepublik nicht ganz ungefährlich sei, wenn man die tückischen Substanzen dorthin verschiffe: "Ich bin ein bisschen überrascht, dass die anbieten, diese ganze Operation für eine relativ geringe Menge Geld durchzuführen." Die Firmen, die für die Entsorgung in Indien in Frage kämen, hätten nicht das notwendige Know-How. Die Deutschen aber sehr wohl, so der Umweltexperte.


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 Betreff des Beitrags: Re: ZEIT
#12Ungelesener BeitragVerfasst: Do 24. Mai 2012, 17:04 
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Zitat:
Es ist der Abend des 2. Dezember 1984 gegen 21.30 Uhr, als ein Arbeiter des amerikanischen Pestizidherstellers und Chemieriesen Union Carbide ein Rohr reinigt. Er schließt einen Wasserschlauch an. Besagtes Rohr verbindet einen Filter mit zwei Tanks, in denen eine giftige Chemikalie, ein Zwischenprodukt eines Schädlingsbekämpfungsmittels, lagert. Aber das Ventil im Tank ist nicht ordnungsgemäß verschlossen. Der Arbeiter weiß das, wie sich später herausstellen wird, dennoch verlässt er das Fabrikgelände. Tödliches Gas strömt aus.


Zitat:
Am frühen Morgen des 3. Dezember 1984 weht der Nordwind die giftige Wolke, die über dem Gelände von Union Carbide steht, über das unmittelbar neben dem Werk liegende Armenviertel von Bhopal. Binnen Minuten sterben Tausende Menschen. Genaue Zahlen sind bis heute nicht zu bekommen, denn niemand weiß, wie viele Menschen sich in dem Slum unterhalb des Fabrikgeländes aufhalten. In den darauffolgenden Tagen sterben weitere Tausende Einwohner, Hunderttausende erkranken schwer. Meist werden die Lungen und die Augen von den Dämpfen verätzt.


Zitat:
Das Sterben geht weiter

Ein Slum in der Nähe des ehemaligen Geländes der Pestizidfabik. (Foto: REUTERS) Großansicht des Bildes Jeden Monat sterben in Bhopal noch immer 30 Menschen an den Folgen der Chemiekatastrophe. Und die Katastrophe ist nicht vergangen - sie dauert an. Noch heute werden Kinder geboren, die unter Fehlbildungen leiden, die schwer behindert auf die Welt kommen. Und auch das Sterben in Bhopal geht weiter. Schätzungen von Ärzten zufolge sterben jeden Monat immer noch etwa 30 Menschen an den Folgen des Chemieunfalls.


Zitat:
Warten auf Entschädigung

Fünf Jahre stritten sich Union Carbide und die indische Regierung um Schadensersatz. Dann entschied ein Gericht, dass der Chemieriese 470 Millionen US-Dollar an Indien zu bezahlen hätte. Doch die Menschen von Bhopal wurden zum zweiten Mal zu Opfern, denn der Staat wendete das Geld nur zu einem Teil für sie auf.

Der Rest wurde angelegt, um zukünftige Forderungen erfüllen zu können. Selbst wenn das Geld komplett bei den Opfern angekommen wäre, hätte es kaum gereicht, die Behandlung aller zu bezahlen.


Zitat:
Gelände immer noch nicht gereinigt

Union Carbide ist mittlerweile Geschichte - der Rechtsnachfolger Dow Chemical weigert sich bis heute, das verseuchte Gelände zu reinigen. Tonnen hochgiftiger Substanzen lagern dort immer noch - Quecksilber liegt offen auf dem Werksgelände herum.

Das Gelände gehört jetzt dem indischen Staat. Und auch er bringt die 30 Millionen Dollar nicht auf, um den Boden abzutragen und zu reinigen, den Chemiemüll, der dort immer noch lagert, zu entsorgen. Und so sickern immer noch giftige Substanzen in den Boden des ehemaligen Chemiegeländes.


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