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 Betreff des Beitrags: Sind wir Deutschen ein Volk von Kläger und Beklagten .. ?
#1Ungelesener BeitragVerfasst: Do 29. Sep 2011, 20:47 
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Ob dieses Thema unter Zivilcourage richtig steht, möchte ich mal bezweifeln.
Ich halte das Gebaren dieser beiden Nachbarn (weiter unten ist der Artikel verlinkt) für eine Peinlichkeit erster Güte. :roll:
Was für ein Volk sind wir? Stimmt die Einschätzung eines Journalisten, die ich vor vielen Jahren mal gelesen habe: "Wenn wir nicht ab und zu mal jemanden verklagen können, geht es uns nicht gut."? Sind wir Streithansel ?
Ich mag es kaum glauben , aber solche Fälle, wie der
verlinkte aus der NWZ und auch den einen oder anderen Fall im weiteren Bekanntenkreis lassen mich zweifeln.
Wie denkt ihr darüber?


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 Betreff des Beitrags: Re: Sind wir Deutschen ein Volk von Kläger und Beklagten ..
#2Ungelesener BeitragVerfasst: Do 29. Sep 2011, 21:01 
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mathie hat geschrieben:
Ob dieses Thema unter Zivilcourage richtig steht, möchte ich mal bezweifeln.
Ich halte das Gebaren dieser beiden Nachbarn (weiter unten ist der Artikel verlinkt) für eine Peinlichkeit erster Güte. :roll:
Was für ein Volk sind wir? Stimmt die Einschätzung eines Journalisten, die ich vor vielen Jahren mal gelesen habe: "Wenn wir nicht ab und zu mal jemanden verklagen können, geht es uns nicht gut."? Sind wir Streithansel ?
Ich mag es kaum glauben , aber solche Fälle, wie der
verlinkte aus der NWZ und auch den einen oder anderen Fall im weiteren Bekanntenkreis lassen mich zweifeln.
Wie denkt ihr darüber?



Warum denn nicht? Wenn man von dem Verhalten des Zivilrichters ausgeht.

Es kann doch beides Zivlcourage sein, je nach Situation.
Einmal nicht zu klagen, das andere mal halt zu klagen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Sind wir Deutschen ein Volk von Kläger und Beklagten ..
#3Ungelesener BeitragVerfasst: Do 29. Sep 2011, 22:03 
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Sowas kommt wohl immer wieder mal vor. Ich kann mir nicht vorstellen, daß ich mal aktiv gegen jemand klagen würde. Andererseits schätze ich, daß ich auch nicht immer machen würde, was ein Nachbar verlangt, wenn ich das nicht einsehe - so könnte ich dann doch irgendwann mal vor'm Kadi stehen, wenn ich an einen entsprechend gepolten Menschen gerate, der mich dann eben verklagt.

Im allgemeinen aber bin ich durchaus kompromissbereit und komme einem anderen auch entgegen. Bisher ist noch niemand mit unvernünftigen Forderungen an mich herangetreten...


Und ich glaube nicht, daß das nur mit "uns Deutschen" zu tun hat. In anderen Ländern wird es auch Sturköpfe geben oder eben "Streithansel".Von denen erfahren wir nur seltener was...


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 Betreff des Beitrags: Re: Sind wir Deutschen ein Volk von Kläger und Beklagten ..
#4Ungelesener BeitragVerfasst: Fr 30. Sep 2011, 20:41 
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Angua hat geschrieben:
Sowas kommt wohl immer wieder mal vor. Ich kann mir nicht vorstellen, daß ich mal aktiv gegen jemand klagen würde. Andererseits schätze ich, daß ich auch nicht immer machen würde, was ein Nachbar verlangt, wenn ich das nicht einsehe - so könnte ich dann doch irgendwann mal vor'm Kadi stehen, wenn ich an einen entsprechend gepolten Menschen gerate, der mich dann eben verklagt.
Und ich glaube nicht, daß das nur mit "uns Deutschen" zu tun hat. In anderen Ländern wird es auch Sturköpfe geben oder eben "Streithansel".Von denen erfahren wir nur seltener was...


Natürlich hat diese Klagerei nicht immer nur mit uns Deutschen zu tun. Ich meine jedoch, diese Behauptung, das sei typisch deutsch, in dem Zusammenhang schon öfter gehört zu haben. Vielleicht wird es uns auch zu leicht gemacht, wegen jedem Quatsch Klage einzureichen.
Oftmals geht es bei den Klagen ja gar nicht mehr um die Sache, sondern nur noch darum "Recht zu bekommen".
Auch beim verlinkten Fall gab es ja im Vorfeld schon einen Schiedsspruch mehr, den beide Parteien angeblich nicht in der Lage waren, umzusetzen. Megapeinlich ... :oops:.
Ich kenne aus meiner Nachbarschaft zum Beispiel einen Fall, da wuchsen die Tannen an der Grundstücksgrenze so hoch, dass sie sehr viel Schatten aufs Nachbargrundstück warfen. Besagte Nachbarn ließen über einen Anwalt mitteilen (sie wollten alles richtig machen ), dass die Tannen gekürzt oder entfernt werden müßten. Das sorgte bei dem Tannenbesitzer für Verärgerung, denn der Nachbar hätte ihn persönlich darum bitten können, seiner Meinung nach. Also stellte er sich stur. Dann gingen einige Anwaltsbriefe hin und her ... die Nachbarn grüßten sich nicht mehr.
Letztlich hat ein Schlaganfall und die anschließende Pflegebedürftigkeit der Geschichte ein Ende bereitet, bevor es vor Gericht ging.

Für mich gäbe es bei solchen Dingen nur eine Frage für mich selber zu beantworten: Wie wirkt sich eine Entscheidung auf mein Leben aus? Im Falle des Nachbarschaftskriegs aus dem Artikel zum Beispiel gar nicht. Es beeinflußt mein Leben in keiner Weise, wenn Nachbars Sträucher über den Zaun wachsen. Also ist es wurscht
:biggrinn:


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 Betreff des Beitrags: Re: Sind wir Deutschen ein Volk von Kläger und Beklagten ..
#5Ungelesener BeitragVerfasst: Fr 30. Sep 2011, 21:26 
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mathie hat geschrieben:
Im Falle des Nachbarschaftskriegs aus dem Artikel zum Beispiel gar nicht. Es beeinflußt mein Leben in keiner Weise, wenn Nachbars Sträucher über den Zaun wachsen. Also ist es wurscht :biggrinn:



Vielleicht stört Dich etwas, was einen anderen nicht stören würde. So einfach sind die Menschen nun mal nicht. Sie sind unterschiedlich. Das ist eigentlich was gutes, aber eben auch nicht immer.


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 Betreff des Beitrags: Re: Sind wir Deutschen ein Volk von Kläger und Beklagten ..
#6Ungelesener BeitragVerfasst: So 2. Okt 2011, 14:38 
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CoolCheffe hat geschrieben:
mathie hat geschrieben:
Im Falle des Nachbarschaftskriegs aus dem Artikel zum Beispiel gar nicht. Es beeinflußt mein Leben in keiner Weise, wenn Nachbars Sträucher über den Zaun wachsen. Also ist es wurscht :biggrinn:

Vielleicht stört Dich etwas, was einen anderen nicht stören würde. So einfach sind die Menschen nun mal nicht. Sie sind unterschiedlich. Das ist eigentlich was gutes, aber eben auch nicht immer.


Schon klar, dass ist aber nicht die Frage. Natürlich gibt es sicherlich auch etwas, mit dem ich nicht einverstanden bin. Die Frage ist doch, ob ich das Problem nicht so klären kann. Der Richter entscheidet nicht danach, ob ich im (vermeintlichen oder tatsächlichen) Recht bin, sondern nach dem, was das Gesetz sagt. Soll heißen: einer muß die Kröte schlucken ... oder die nächsthöhere Instanz anrufen.
Warum tut sich das jemand an? Warum wird kompromisslos auf sein Recht bestanden, statt das Hirn einzuschalten? Wieso sind die Streithähne nicht in der Lage, vernünftig nach einer Lösung zu suchen? Das sind ja teilweise aberwitzige Angelegenheiten, mit denen sich die Gerichte auseinandersetzen müssen :( . Ich habe mal einige absurde Beispiele rausgesucht.

http://blog.racheshop.de/2009/12/kurios ... n-18-cent/
http://www.derwesten.de/staedte/witten/ ... richt::rut
http://www.focus.de/panorama/welt/bizar ... 26652.html
http://www.n-tv.de/ratgeber/Festungsanl ... 13859.html

Vielleicht haben wir verlernt, unserem gesunden Menschenverstand zu vertrauen und eigene Entscheidungen - auch zugunsten Anderer - zu treffen. Oder ist es das Ego, was die Person antreibt, das Beste für sich rauszuholen, um nicht als Verlierer dazustehen?
Für mich ist klar, eine solche Geschichte beeinflußt meine Lebensqualität ganz entscheident negativ. Ich wäre auf jeden Fall kompromissbereit, wenn ich damit Klagen vermeiden kann.


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 Betreff des Beitrags: Re: Sind wir Deutschen ein Volk von Kläger und Beklagten ..
#7Ungelesener BeitragVerfasst: Mo 3. Okt 2011, 16:05 
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Hallo Friedans ..
Wenn es um Straftaten geht, ist es natürlich immer eine andere Sache. Ich meine die Fälle, wo Gerichte darüber entscheiden sollen, ob der Zaun 10 cm weiter rechts aufgestellt werden muß oder nicht und ähnlicher Geschichten. Dabei geht es nie um Straftaten, sondern um Entscheidungen, die jemand anderes für zwei Parteien treffen soll.
Finde ich blöd .. sag ich mal so.

Ansonsten habe ich glücklicherweise noch nichts mit Strafsachen, also mit Gerichten zu tun gehabt. Bin ich auch froh darüber, denn da gibts oft genug nur Verlierer.
In aller Freundschaft gebe ich dir den Rat die Namen der Richter zu löschen, falls sie reale Personen sind. Das kann dir sonst bösen Ärger mit Strafe wg. Verleumdung einbringen.. :(


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 Betreff des Beitrags: Re: Sind wir Deutschen ein Volk von Kläger und Beklagten ..
#8Ungelesener BeitragVerfasst: Mo 3. Okt 2011, 16:10 
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It´s not me hat geschrieben:
ein cooler richter.

ich stell mir gerade vaders nachbar vor, wenn der schiedsmann nichts hätte machen können, der richter dann anderer ansicht gewesen wäre als der schiedsmann und der richter beim ortstermin die lautsprecherkabel durchgeschnitten hätte. WEIA! :mrgreen:
der arme richter...


Eigentlich hast du Recht :dh: Ein cooler Richter, der nicht lange fackelt und für Ergebnisse sorgt. Manche Menschen brauchen das einfach ... :mrgreen:


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 Betreff des Beitrags: Re: Sind wir Deutschen ein Volk von Kläger und Beklagten ..
#9Ungelesener BeitragVerfasst: Mo 3. Okt 2011, 16:13 
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Bei Friedans geht es, soweit ich das in den wiederkehrenden mehr oder minder ausführlichen Beiträgen in den unterschiedlichsten Thread herauslesen konnte, darum, daß ein Vermieter die vermietete Wohnung mit einer etwas zu hohen Quadratmeterzahl angegeben hat und daß das Gericht entschieden hat, die Abweichung läge im gesetzlich erlaubten Rahmen (3%, wenn ich mich richtig erinnere).

Eine Straftat ist das nicht.

Korrigiere mich, wenn ich mich irre, Friedans.


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 Betreff des Beitrags: Re: Sind wir Deutschen ein Volk von Kläger und Beklagten ..
#10Ungelesener BeitragVerfasst: Mo 3. Okt 2011, 16:27 
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Angua hat geschrieben:
Bei Friedans geht es, soweit ich das in den wiederkehrenden mehr oder minder ausführlichen Beiträgen in den unterschiedlichsten Thread herauslesen konnte, darum, daß ein Vermieter die vermietete Wohnung mit einer etwas zu hohen Quadratmeterzahl angegeben hat und daß das Gericht entschieden hat, die Abweichung läge im gesetzlich erlaubten Rahmen (3%, wenn ich mich richtig erinnere).

Eine Straftat ist das nicht.
Korrigiere mich, wenn ich mich irre, Friedans.

Das ist eine übliche Sichtweise.
Soweit mir bekannt ist, wird sogar - je nach Gericht - bis zu 10 % toleriert.
Natürlich ist das keine Straftat. Aber Friedans schrieb von Urkundenfälschung, und das ist sehr wohl eine.
@Angua, siehst du die Nennung der Richter-Namen im Zusammenhang mit den Vorwürfen ebenso kritisch wie ich?


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